Kochen und essen

Ich koche gerne. Jeden Tag frisch und möglichst abwechsungsreich. Auch als ich noch berufstätig war, habe ich jeden Abend für die Familie gekocht. In der Küche zu stehen, Kartoffeln zu schälen, Gemüse zu putzen, Salat vorzubereiten, ein Dessert zu zaubern, das war und ist für mich wie Meditation. Die Hände arbeiten, die Gedanken können frei schweifen. Der Tag wird überdacht und abgehakt. Zwischendurch höchste Konzentration, es muss abgeschmeckt werden. Ich liebe es, mit Kräutern und Gewürzen zu experimentieren. Ich liebe es, Kochbücher und Kochblogs zu durchstöbern, lasse mich gerne inspirieren. Und so finden sich auf unserem Speisezettel neben klassischen deutschen Gerichten auch Gerichte aus aller Welt.

Vor Jahren, als ich anfing, wieder Vollzeit zu arbeiten, haben wir damit begonnen, einen Wochenplan zu erstellen. Das vereinfacht das Einkaufen erheblich, Donnerstags wurde Alles besorgt, was lagerfähig war, die frischen Sachen wurden entweder vom Mann oder mir nach der Arbeit noch schnell eingekauft. Das haben wir auch jetzt als Rentner beibehalten. Der Plan ist nicht starr, nur ein Gerüst. Ich hasse es, Lebensmittel wegzuwerfen. Sollten von einem Gericht Reste bleiben, bei denen Einfrieren sich nicht lohnt, wird der Plan so geändert, dass die Reste an einem der nächsten Tage verwertet werden.

Heute gibt es, auf Wunsch des Mannes, einen gemischten Salat, dann Spaghetti Bolognese und als Dessert Kirschquark.  Und morgen steht Pilzragout mit Kräuterpolenta auf dem Programm. Mit Schokopudding als Dessert. Wobei Pudding bei mir nie aus der Tüte kommt. Selber machen ist so einfach und schmeckt so unglaublich viel besser.

Der Mann und ich setzen uns zum Essen an den gedeckten Tisch. Meistens mit Kerzen, oft mit Blumen dekoriert. Es gab Zeiten, da hatten wir alle zu so unterschiedlichen Zeiten Arbeitsbeginn und Arbeitsschluss, dass es kaum eine gemeinsame Mahlzeit gab. Das habe ich gehaßt.Um so mehr schätze ich jetzt das Rentnerleben, morgens das ausgiebige gemeinsame Frühstück und abends die gemeinsame Hauptmahlzeit.

Ja, ich koche gerne und freue mich, dass ich diese Liebe an meinen Jüngsten weitergeben konnte.

Über lebensstraenge

Jahrgang 1953, verheiratet, Mutter zweier erwachsener Söhne, berufstägig, auf dem Weg in den nächsten Lebensabschnitt (passive Altersteilzeit), der mit dem 1. Mai 2014 (beginnen wird) begonnen hat.
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Eine Antwort zu Kochen und essen

  1. Tanja schreibt:

    Bei uns kocht der Mann – und das gerne. Zum Glück, denn ich mag es nicht so sehr. Ja, ich kann kochen, aber es ist halt kein Genuß für mich. Dafür backe ich gerne.
    Das Einkaufen handhaben wir ähnlich – es wird einmal in der Woche ein „Grundgerüst“ an Lebensmitteln gekauft, die dann im Lauf der Woche mit frischen Dingen ergänzt und zubereitet werden.

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