Die Zeit

Sie rennt mal wieder und ich hechele hinterher.

Mama geht es gut, sie ist seit drei Wochen in einem Altenheim. Ich fahre immer wieder am Wochenende hin. Freitag nachmittag 250 km hin, Sonntag mittag 250 km zurück. Nicht nur um sie zu besuchen, auch weil ihre Wohnung ausgeräumt werden muss. Und die Zeit rennt.

An den anderen Wochenenden zwischendurch fahre ich auch immer mal wieder zu anderen Verwandten, die Hilfe brauchen. Auch jedesmal 250 km hin, 250 km zurück. Jedes dieser Wochenenden, egal wo ich bin, fehlt mir zu Hause. Und die Zeit rennt.

Und zwischendurch, von Montags bis Freitags, gehe ich arbeiten. Um 6 Uhr aus dem Haus und – mit Glück – um 16 Uhr zurück. Und die Zeit rennt. Und ich hechele hinterher.

Ein bißchen rennt sie auch für mich. Noch 63 Tage, dann gebe ich meinen Dienstausweis ab und gehe aus der Tür, um nur noch als Gast wieder zu kommen.

 

 

Über lebensstraenge

Jahrgang 1953, verheiratet, Mutter zweier erwachsener Söhne, berufstägig, auf dem Weg in den nächsten Lebensabschnitt (passive Altersteilzeit), der mit dem 1. Mai 2014 (beginnen wird) begonnen hat.
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