Es bleibt schwierig

Mama ist jetzt in der Akut-Geriatrie untergebracht, bis Mitte Dezember. Die Brüche heilen. Sie ist sehr schwach, hat stark abgenommen und isst nur sehr wenig. Aber sie sitzt selbständig. Auch im Rollstuhl, mit dem sie den Gang auf der Station auf und ab fährt. Laufen geht, ein paar Schritte, mit Hilfe der Pflegerinnen.

Mitte Dezember schließt eine Reha an. Auch in einer speziellen geriatrischen Reha-Klinik. Wir wissen noch nicht genau, wie lange, aber mindestens drei Wochen. Das heisst, bis zum neuen Jahr müssen wir einen Platz in einem Altenheim gefunden haben.

Manchmal ist Mama klar, dass sie nicht in ihre Wohnung zurück kann. Dann wieder meint sie, sie wäre dort. Manchmal sucht sie nach Worten, Daten, Begebenheiten, es ist ihr klar, dass in ihrem Gedächtnis etwas fehlt und es tut weh, zu sehen, wie sie darunter leidet und sich abmüht, um Erinnerungen einzufangen.  Manchmal ist ihr die Gedächtnislücke unangenehm und sie geht darüber hinweg, als wäre es ja egal und nicht so wichtig. Und dann wieder ist sie ganz zufrieden im Jetzt.

Ja, es bleibt schwierig.

Über lebensstraenge

Jahrgang 1953, verheiratet, Mutter zweier erwachsener Söhne, berufstägig, auf dem Weg in den nächsten Lebensabschnitt (passive Altersteilzeit), der mit dem 1. Mai 2014 (beginnen wird) begonnen hat.
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