Ab morgen wieder

Um 5 Uhr klingelt der Wecker. Um 5:05 Uhr klingelt das Handy. Das liegt auf der Kommode, ich muss raus aus dem Bett, um es abzuschalten. Ich stehe aufrecht, widerstehe dem dringenden Wunsch, mich wieder in die Waagrechte zu begeben und taumele dem Tag entgegen.

Naja, zuerst einmal taumele ich die Treppe runter ins Erdgeschoß. Und wundere mich jeden Tag aufs Neue, dass ich immer heile unten ankomme, noch nie vor lauter Müdigkeit die Stufen verfehlt habe.

Ich öffne die Tür im Erdgeschoss und Katze rast mit einem Affenzahn zwischen meinen Beinen durch ins Treppenhaus.  Jeden Morgen. Sollte das irgendeinen Morgen mal nicht der Fall sein, bringe ich sie zum Tierarzt. Dann stimmt was nicht.

Ich lasse die Tür offen und suche mit halbgeschlossenen Augen den Weg in die Küche. Kaffee, ich brauche dringend Kaffee. Erste Amtshandlung: Kaffeemaschine einschalten.

Katze ist inzwischen auch in der Küche, steht vor der Terrassentür und sieht mich erwartungsvoll an.  Also hoch mit dem Rollo, Tür auf – und Katze zieht los. In den Garten, zur ersten Inspektionsrunde. Komisches Tier. Alle ihre (männlichen) Vorgänger wollten erst was zu fressen, dann raus. Madam muss erst nachkucken, ob ihre Welt noch in Ordnung ist. Ich gieße noch schnell Milch in meinen großen Kaffeepott und stelle ihn in die Mikrowelle zum Anwärmen. Dann verschwinde ich ins Bad.

Ca. 15 Minuten später tauche ich wieder auf. Sichtlich wacher als vorher. Kurzer Abstecher ins Büro, der PC wird eingeschaltet. In der Küche bereite ich meine Mitnehm-Mahlzeit vor. Obst, Brot mit Wurst oder Käse, manchmal Joghurt, manchmal auch einen  Salat. Gefrühstückt wird nicht. Diese frühe Zeit widerspricht meinem Biorhythmus total, ich mag nichts. Nur Kaffee, mit viel Milch, der muss sein. Ich trinke den Kaffee am PC, checke kurz meine Mails, werfe einen Blick ins Forum, ob meine Freunde noch etwas mitgeteilt haben und schaue nochmal nach, was ich für den Tag eigentlich zu essen geplant habe. Falls noch was einzukaufen ist, schreibe ich für den Mann an meiner Seite einen Zettel, er geht das dann besorgen.

6 Uhr, ich ziehe mich an. 6:10 Uhr ich hole das  Auto aus der Garage und verabschiede mich von Katze. Die sitzt auf dem Garagendach und sieht zu, wie ich losfahre, zum Treffpunkt der Fahrgemeinschaft.

6:15 Uhr  wir sitzen zu Zweit, meistens zu Dritt und manchmal auch zu Viert in einem Auto und fahren los. 66 Kilometer, im Normalfall, mit dem kurzen Stau am Kreuz,  sind wir eine knappe Stunde unterwegs. Zwischen 07:15 und 07:30 sind wir angekommen und beginnen unseren Arbeitstag.

Über lebensstraenge

Jahrgang 1953, verheiratet, Mutter zweier erwachsener Söhne, berufstägig, auf dem Weg in den nächsten Lebensabschnitt (passive Altersteilzeit), der mit dem 1. Mai 2014 (beginnen wird) begonnen hat.
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Eine Antwort zu Ab morgen wieder

  1. Krokofant schreibt:

    und täglich grüßt das Murmeltier

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